Wovon Energieeffizienz abhängt

Energieeffizienz – seit Jahren ein Thema für die Wirtschaft. Viele Unternehmen haben längst damit begonnen, ihre Prozesse energieeffizienter zu gestalten. Sie haben erkannt, dass sie mit energieeffizienteren Prozessen Kosten reduzieren können, was wiederum ihre Wettbewerbsfähigkeit steigert.

Nachhaltige Energieversorgung muss unabhängig von naturgegebenen Schwankungen erneuerbarer Energiequellen, etwa Sonnenstrahlung, sein. Die Kopplung von umweltfreundlichen Energiequellen mit zuverlässigen Energiespeichersystemen ist daher ein ebenso notwendiges wie bekanntes Konzept. „Derzeit sind miteinander verbundene Einzelsysteme im Einsatz, die aus Photovoltaikzellen, meist bleibasierten Akkus und Unmengen an Kabel bestehen. Solarpaneele am Dach und eine Batterie im Keller. Das braucht viel Platz, ist wartungsintensiv und nicht optimal effizient“, schildert Ilie Hanzu vom Institut für Chemische Technologie von Materialien der TU Graz. „Wir wollen nun aus zwei Einzelsystemen einen Hybriden zwischen Batterie und Solarzelle machen, der elektrische Energie sowohl umwandeln als auch speichern kann“. Hanzu betritt mit seinem Team und in Kooperation mit dem Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz ZFE ein noch weitgehend unbekanntes Wissenschaftsfeld: Im Rahmen des Projekts SolaBat wollen sie ein neues, anwendungsrelevantes Konzept entwickeln und auf seine Leistungsfähigkeit prüfen. Quelle: Energy2.0

Eine neue Studie gibt denjenigen Unternehmen Recht, für die das Thema schon heute im Fokus steht: „Unternehmen, die hierauf spezialisiert sind, prosperieren überdurchschnittlich stark im Vergleich zur restlichen Wirtschaft“, heißt es im neuen Branchenmonitor Energieeffizienz 2016 der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff), der am Dienstag in Berlin vorgestellt wird und dem Handelsblatt bereits vorliegt.

Der Branchenmonitor basiert auf einer Ende 2015 durchgeführten und später von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ausgewerteten Befragung unter 190 Anbietern von Energieeffizienzprodukten und -dienstleistungen; seit 2013 erscheint er einmal jährlich. Die Befragung zeigt, dass die wichtigsten neuen Impulse für den Energieeffizienzmarkt von politischen Rahmenbedingungen ausgeht ¬ nicht mehr von hohen Energiepreisen wie in der Vergangenheit. Diese bleiben wichtig, wurden aber ebenfalls von neuen Kundenbedürfnissen und einem steigenden Nachhaltigkeitsbewusstsein überholt.

Einen deutlichen Impuls scheint die nationale Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie und die Verpflichtung von Großunternehmen zur Durchführung von Energieaudits gebracht zu haben, stellt PwC fest. Ein Energieaudit umfasst die  technische und wirtschaftliche Bewertung der Energieeinsparpotenziale durch einen zertifizierten energietechnischen Berater; Unternehmen gingen aber oftmals über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und führten gleich ein umfassendes Energie- und Umweltmanagementsystem ein.

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen gibt an, dass sich Energieeffizienz unbedingt lohnt. Für die übrigen Unternehmen, heißt es in der Studie, wirkt sich das Geschäft mit der Energieeffizienz zumindest positiv auf andere Unternehmensbereiche aus oder sie rechnen mit positiven Renditen in den Folgejahren.

Als zentrale technische Trends sehen die befragten Unternehmen vor allem die intelligente und bedarfsgerechte Steuerung energieverbrauchender Anlagen. Als Kernprobleme am Markt gelten in erster Linie Unsicherheiten über politische Rahmenbedingungen sowie die mangelnde Bereitschaft der Kunden, für hochwertige Produkte und Dienstleistungen ausreichend zu zahlen.

Eine Untersuchung des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Uni Stuttgart zeigt den Stellenwert des Themas Energieeffizienz in Unternehmen: „Schon heute widmen fast drei Viertel aller Unternehmen mehr als zehn Prozent ihrer Gesamtinvestitionen der Energieeffizienz“, sagt EEP-Direktor Alexander Sauer. Dabei steige der geplante prozentuale Investitionsanteil mit der Unternehmensgröße.  Quelle: Handelsblatt online.

Ähnliche Beiträge

Smart Grids – Warum muss das Stromnetz intelligent werden?

Die Energiewende schreitet unaufhaltsam voran, und in diesem Zusammenhang erweisen sich Smart Grids als unverzichtbar. Dies gilt insbesondere aufgrund der Tatsache, dass in Zukunft Wind- und Solarenergie die Hauptquellen für [...]
weiterlesen

Klein, aber SMART – Photovoltaik findet überall Platz

In diesem Jahr eröffnete in Selfkant-Tüddern, im Nahversorgungszentrum In der Fummer, eine Selbstbedienungs-Filiale unseres Heinsberg Smart City-Partners Volksbank Heinsberg. An diesem modernen, funktionalen Standort finden nicht nur Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und [...]
weiterlesen

Neues 10.000-Volt-Schalthaus in Betrieb

Mit dieser Investition ist das Heinsberger Stromnetz zukunftsfähig ausgelegt. Die Neubaumaßnahme führt zu einer Erhöhung der Versorgungsqualität und sichert ausreichende Kapazitäten auch für zukünftige Anschlüsse regenerativer Erzeugungsanlagen“, betonte Dr. Martin [...]
weiterlesen

Aktuelle Meldungen

Wir sind Heinsberg Smart City.

Heinsberg Smart City ist ein Verbund von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und der Stadt Heinsberg. Gemeinsam engagieren wir uns für Heinsberg als Stadt der Zukunft mit modernen Infrastrukturen, die von [...]
weiterlesen

E-Rallye findet nicht statt

2010 sind wir als Initiative angetreten, mit dem Ziel im Jahre 2012 zwölf Elektroautos im Stadtgebiet Heinsberg zu haben. Diese Teiletappe wurde erfolgreich geschafft. In den darauf folgenden Jahren veranstalteten wir zunächst [...]
weiterlesen

Noch mehr Ladeangebote – auch für zuhause

Alliander baut das öffentlich zugängliche und für jedermann nutzbare E-Ladenetz in Heinsberg weiter aus. Damit versteht sich der Energienetzbetreiber als Initialzünder für die Elektromobilität in der Region. Deshalb engagiert sich die Alliander Netz [...]
weiterlesen
Copyright © - 2024 heinsberg-smartcity.de
Folgen Sie uns auf unseren Social Media Kanälen